Veranstaltungstipp

Auch dieses Jahr wieder:
AixForMed
Aachener Forum Medizintechnik im Dialog mit klinischen Anwendern
Spezial - The Total Artificial Hearts
31. Mai 2012,
Aachen Tivoli

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ECMO

 

ECMO ist die Abkürzung für ExtraCorporale MembranOxigenierung, d.h. Beladung des Blutes mit Sauerstoff an einer Membran ausserhalb des Körpers.

Bei einem ECMO-Gerät handelt es sich um eine abgespeckte Herz-Lungen-Maschine, das nur eine Pumpe und einen Oxigenator beinhaltet.

Die ECMO-Therapie wird heutzutage im Grossteil der Fälle zur Behandlung schwerer respiratorischer Erkrankungen eingesetzt. Bei einer arterio-venösen Kanülierung kann zusätzlich noch das Myokard entlastet werden.

Weltweit wird ECMO als häufigste Methode zur kardialen Unterstützung in der Pädiatrie eingesetzt.

 

Indikationen

neonatale ECMO
pädiatrische ECMO
adulte ECMO

Mekoniumaspiration

Pneumonie / Sepsis
persistierende pulmonale Hypertension
Zwerchfellhernie

 

Aspiration
Pneumonie (bakteriell oder viral)
pulmonale Blutung

ARDS (Polytrauma mit Lungenschaden, Verbrennungen)

Pneumonie (bakteriell oder viral)

Unterstützung nach Lungentransplantation

Unterstützung nach Reanimation / Hypothermie

Unterstützung nach Herz-OP

Unterstützung bei kardiologischer Intervention
Rechtsherzunterstützung bei LVAD-Implantation
Bridge-to-Transplant

 

Vorteile der ECMO


Gleichzeitige Übernahme von respiratorischer und hämodynamischer Funktion

schnelle Verfügbarkeit und Installation

 

 

Nachteil der ECMO


begrenzte Therapiedauer (obwohl: teilweise schon 4 Wochen und länger mit mehreren kompletten Systemwechseln erfolgreich möglich)

 

 

Mögliche Komplikationen


Blutung

Infektion

Thrombembolische Komplikationen

Hämolyse

Renale und neurologische Schäden

Luftembolie (Sog auf dem venösen Gefässsystem vor der Zentrifuge) Cave! Blutabnahmen am ZVK

 

 

Vergleich ECMO - Herz-Lungen-Maschine


ECMO
HLM
ACT
150 - 180 Sekunden
> 400 Sekunden
Beschichtetes System
ja
nicht unbedingt
Hypothermie möglich nein (ja)
ja
Wärmetauscher
ja
ja
venöses Reservoir
nein ja
Hämolyse
wenig ja
Autotransfusion
nein
ja
arterieller Filter
nein
ja
Gasaustausch
Oxigenator
Oxigenator
Flussregelung über Pumpe über Pumpe
Pumpe Zentrifugalpumpe Rollen- oder Zentrifugalpumpe

 

 

Kanülierungsarten

veno-arteriell (v-a)
veno-venös (v-v)
veno-veno-arteriell (v-v-a)
veno-arteriell (v-a)
veno-venös (v-v)
veno-veno-arteriell (v-v-a)

 

 

veno-venös
veno-arteriell
Herzunterstützung
nein
ja
pulmonaler Blutfluss
gleichbleibend
reduziert
pulmonal-arterieller Druck
gleich reduziert
pulm.-art. Druckamplitude
gleich
reduziert
ZVD
gleich
reduziert
pulm.-art. O2-Sättigung
hoch
niedrig
pO2 art. System
normal
normal/hoch
pCO2- art. System
normal/regelbar
normal/regelbar
art. Oxigenierung
80 - 95% bei max. Fluss
abhängig vom Fluss

 

Weitere Tipps:

Ist die Entlastung unzureichend, bzw. der Fluss, ist an eine weitere Kanülierung zu denken. z.B. bei veno-venöser Leistenkanülierung zusätzlich die V. subclavia zum Drainieren dazu nehmen. Als arterielle Kanülen eignen sich z.B. Edwards Femflex 16/18/20 Fr. Kanülen und für venös 20/22/24 Fr. Edwards Femtrak (68cm). Dabei von Zeit zu Zeit den Flow auf allen Schenkeln mit der Flowmessung kontrollieren.

Bei hohem Volumenbedarf: a) Blutung? (evtl. Ultraschall Bauch), b) Labor -> Albumin?, Kolloid-osmotischer Druck? Evtl. Substitution mit Human-Albumin. Nicht nur kristalloide, sondern auch kolloidale Lösungen!

Bei starker Thrombenbildung und ausreichender ACT Patienten evtl. mit ASS (Acetyl-Salicyl-Säure) i.v. behandeln.

Oxigenator regelmässig auf Thromben kontrollieren und dokumentieren. Anstehende Oxigenator-/Pumpenwechsel für den Frühdienst terminieren, wenn genug Personal vorhanden!

 
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